Beschreibung der Stadt Lewin

Zum Städtchen Lewin gibt es zahlreiche Beschreibungen. Eine der ältesten dürfte vom böhmische Geschichtsschreiber Wenzel Hageck von Libotschan stammen. Er schrieb im Jahre 1541 eine aus alten Urkunden gesammelte böhmische Chronik (Kronyka czeska). Die Chronik wurde aus dem Böhmischen von Johannes Sandel übersetzt. Die erste Ausgabe erschien 1596 in Prag eine weiter 1697 in Nürnberg.

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1625 erschien in Leipzig die Glaciographia von Georg Aelurius.

Levin/Lefin oder Löwin â leone, ist auch in der Grafschafft Glatz ein Städtlein ohne Stadtmauren. Heut zutage meynet man / dass das Städtlein seinen Namen herhabe von den Leffeln / weil fast alle Leut darinnen Leffelmacher seyn / wie denn jederman bekandt ist / dass die Levinischen Leffel sehr beschryen seyn / und das die Levinischen Leffelleute dieselben durch die gantze Christenheit austragen / und verkauffen thun. Ja sie holen in Welschland und andern fernen Landen / dass theuerste Holtz mit grossen Unkosten / und machen daraus schöne und geschickte Leffel / nemlich von Cypressen- und Sandel- und anderm köstlichen Holtz. Ich habe viermal in einem Kirschkern 12. Tutzent Leffel gesehen / welche auch zu Levin waren gearbeitet worden.

In der Böhmischen Chronica Wenceslai Hagecij parte 2. fol. 227. pag. I. wird Levin auch mit Namen gelesen und gefunden / unter den 308. Städtlein und Märckten im Königreich Böhmen. Diß Städtlein hat gehört zu der Herrschafft Hummel / wie es sich denn auch noch also schreibet / Levin in der Herrschafft Hummel gelegen.

Manfred Spata

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1789 in Brieg, von Zimmermann die "Beyträge zur Beschreibung von Schlesien Bd. 9" Lewin auf der S.192

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1793 schreibt Joseph Kögler die "Historische Beschreibung der Königlichen Immediatstadt Lewin". Joseph Kögler war der erste wissenschaftlich arbeitende Geschichtsforscher der Grafschaft Glatz. Seine umfangreiche Sammlung von Urkundenabschriften erscheinen aber erst 1841, 24 Jahre nach seinem Tod im Pompejus Verlag in Glatz unter dem Titel:
"Chronicken der Grafschaft Glatz" von Joseph Koegler und enthält 536 Seiten mit 13 Stichen.

Da die im 19. Jahrhundert nach dem Tode Joseph Köglers erschienenen Veröffentlichungen zum Teil stark verkürzt oder verfälscht waren, beschließt Dr. Dieter Pohl die Autographen des 1817 verstorbenen Autors neu zu bearbeitet und in mehreren Bänden herauszugegeben. von Dieter Pohl nach den 1992 erscheint der 1. Band:

Kögler, J.Band 1: Die Stadt- und Pfarreichroniken von Lewin, Mittelwalde, Wünschelburg, Neurode und Wilhelmsthal Vorwort von Prof. Dr. Arno Herzig, Hamburg (früher Grafenort) Mit einer Portraitzeichnung Joseph Köglers und einem einführenden Beitrag des Herausgebers über den Geschichts- und Heimatforscher der Grafschaft Glatz Joseph Kögler. 23 Abbildungen aus dem 18. Jahrhundert und aus heutiger Zeit Umfangreicher Erläterungsteil Verzeichnis von Archiven und Bibliotheken mit Anschriften Ausführliche Literatur- und Quellenangaben, meist mit heutigen Standorten Ortsverzeichnis deutsch-polnisch ISBN 3-927830-06-2 ? 1992 ? 250 Seiten ? 24 Bilder ? 22 × 14,5 cm ? Ganzleinen ? € 39,50

(Text: http://www.grafschaft-glatz.de/organe/d-pohl-v.htm)

 

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1845 erscheint in Breslau das Werk von J.G.Knie "Alphabetisch-statistisch-topographische Übersicht der Dörfer Flecken Städte und adern Orte"

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1868 erscheint die 1. Auflage: "Chronik der Stadt Lewin" des Lewiner Schullehrers Wilhelm MADER, im Verlag P.A. Partsch in Habelschwerdt. 1903 folgt eine 2. erweiterete Auflage im Verlag von G. Goebel in Lewin.

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1857 bringt Dr. Ed. Ludw. Wedekind in Neurode die "Geschichte der Grafschaft Glatz- Chronik der Städte, Flecken, Dörfer....." heraus.

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1932 P. Klemenz die "Die Ortsnamen der Grafschaft Glatz"

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1992 erscheint in Krakau ein polnisches Buch "Słownik geografii turystycznej sudetów Bd. 13" mit einer ausführlichen Beschreibung der Dörfer und Städte in der ehemaligen Grafschaft Glatz